Visa für 100 000 Dollar

von Redaktion

Donald Trump will weniger Einwanderung. © Abe Mcnatt/White House

Washington – Rückschlag für amerikanische Tech-Konzerne: Präsident Donald Trump hat eine Gebühr von 100 000 Dollar für eine von solchen Firmen oft genutzte Arbeitsvisa-Kategorie verfügt. Die H1B-Visa sollen amerikanischen Unternehmen die Möglichkeit geben, qualifizierte Beschäftigte ins Land zu bringen. Ein großer Teil von ihnen kommt aus Indien. Einige Verbündete von Trump kritisieren schon seit einiger Zeit, die Visa-Kategorie werde zweckentfremdet – und nähme amerikanischen Beschäftigten Jobs weg.

Die Chefs großer Tech-Konzerne hatten in den vergangenen Monaten versucht, ein engeres Verhältnis zur Trump-Regierung aufzubauen, bei einem Event im Weißen Haus hatten sie sich mit Lob für den US-Präsidenten nicht zurückgehalten. Bisher hat das Visum nur eine Bearbeitungsgebühr von wenigen tausend US-Dollar gekostet.

Handelsminister Howard Lutnick sagte bei der Ankündigung im Weißen Haus, die 100 000 Dollar (aktuell gut 85 000 Euro) sollen jährlich bezahlt werden. Später dementierte das Weiße Haus: „Es handelt sich hierbei NICHT um eine jährliche Gebühr. Es ist eine einmalige Gebühr, die nur für den Antrag gilt“, hieß es von Trumps Sprecherin.

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