„Ich bin drin“: So einfach ist der Weg ins Internet, versprach Anfang der 2000er-Jahre die Werbung mit Boris Becker. © dpa
Internet-Wirtschaft legt auf Jahre deutlich zu
München – Die deutsche Internetwirtschaft wird in den kommenden fünf Jahren jährlich um durchschnittlich 9,7 Prozent wachsen. Das ergab eine Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little im Auftrag des Branchenverbandes eco. Der Umsatz der Branche soll von 245 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf 389 Milliarden Euro im Jahr 2030 steigen.
AOL stellt Einwahl nun auch in den USA ein
New York – In den USA endet ein Kapitel Internetgeschichte: Der Anbieter AOL stellte seinen Dienst zur Einwahl ins Netz ein. In den 90er-Jahren war der Einwahl-Service mit seinen typischen Piep-Geräuschen für Verbraucher der übliche Weg ins Netz. AOL war damit seinerzeit auch in Deutschland erfolgreich, unter anderem mit Boris Becker als Werbebotschafter. Die langsamen Modem-Verbindungen über die Telefonleitung wurden schon vor Jahren durch Breitband-Internet und Online-Zugänge per Satellit verdrängt. AOL, das inzwischen zum Telekom-Konzern Verizon gehört, bot den Einwahl-Dienst nur noch in Nordamerika an.
Jaguar Land Rover rollt langsam wieder an
London – Nach Stillstand durch einen schweren Cyberangriff will der britische Automobilhersteller Jaguar Land Rover (JLR) seine Produktion teilweise wieder anfahren. „Einige Sektionen unserer Produktion werden in den kommenden Tagen wieder aufgenommen“, erklärte der Konzern, der zur indischen Unternehmensgruppe Tata Motors gehört. Jaguar Land Rover hatte den Cyberangriff Anfang September gemeldet. Das Unternehmen geht davon aus, dass dabei auf zahlreiche Daten zugegriffen wurde, weshalb die Produktion in seinen britischen Werken vorerst eingestellt wurde.
Elektronischen Zahlen: Boom ebbt ab
Berlin – Das weltweit rasante Wachstum von Kartenzahlungen und Bezahl-Apps wird sich nach Erwartung der Unternehmensberatung BCG in den nächsten Jahren verlangsamen. Die Finanzexperten des Unternehmens gehen davon aus, dass die globalen Erträge der Bezahlbranche bis 2029 um etwa vier Prozent pro Jahr auf dann 2,4 Billionen Dollar steigen werden. Das wäre knapp halb so schnell wie in den zurückliegenden fünf Jahren. In Deutschland verläuft der Übergang vom Bargeld zum elektronischen Bezahlen nach wie vor langsamer als im übrigen Europa, wie es im jährlichen „Global Payments Report“ heißt.