Schwabhauser will kleines E-Auto bauen

von Redaktion

Wolfgang Podleiszek mit seinem Etu. © Serienreif

Schwabhausen – Auf deutschen Straßen dominieren dicke SUV, die Schwabhauser Firma Serienreif will nun mit einem ganz anderen Konzept das Auto der Zukunft bauen: das Mini-Gefährt Etu, das vor allem in der Stadt fahren soll. Nach zwei Jahren intensiver Entwicklungsarbeit wurde das Projekt gerade auf der IAA in München vorgestellt. „Die Idee entstand abends bei einem Gespräch mit einem Freund“, erinnert sich Firmenschef Wolfgang Podleiszek. Seitdem haben er und sein vierköpfiges Kernteam zwei Jahre an der Entwicklung gearbeitet und eine Million Euro Eigenmittel investiert. Podleiszek plant, den Etu bis 2031 auf den deutschen Markt zu bringen.

Doch noch ist das Zukunftsmusik. Zunächst einmal sucht Podleiszek einen Investor für einen Prototypen des Kleinstwagens. Mit einer Breite von 1,80 Metern, zwei Sitzen und einem Kofferraum mit Platz für zwei Getränkekisten ist der Etu kompakt, er wiegt nur 450 Kilo. Gesteuert wird er über ein klappbares Lenker-Modul, ähnlich wie bei einem Motorrad. Das Fahrkonzept eignet sich auch für Personen mit eingeschränkter Mobilität, zum Beispiel Menschen mit Beinverletzungen. Auch für Pendler, im Carsharing oder als Shuttlefahrzeug ist der Etu denkbar.

Die technische Machbarkeit wurde bereits extern überprüft. „Wir haben die Konzeptprüfung von KTM machen lassen und auch schon die Bestätigung bekommen“, so Podleiszek. „Er ist realisierbar und technisch umsetzbar.“ Die Basisversion des Etu soll etwa 20 000 Euro kosten. „Ich möchte mit dem Etu eine Lösung aufzeigen, um Autos aus den Städten rauszubekommen. Die meisten Menschen fahren allein oder zu zweit – dafür braucht es keine großen Fahrzeuge in der Stadt“, betont er.CHRISTINA REINER

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