Mathias Miedreich wird neuer Chef. © Felix Kästle, dpa
Friedrichshafen – Stellenabbau, Gewinneinbruch, Proteste: Die deutsche Autoindustrie und ihre Zulieferer stecken in einer schwierigen Lage – auch ZF Friedrichshafene. Die rund 50 700 Beschäftigten in Deutschland machen sich Sorgen um ihre Arbeitsplätze. Ein neuer Chef soll es nun richten. Am heutigen Mittwoch übernimmt Mathias Miedreich als Nachfolger von Holger Klein das Ruder. Für die Belegschaft ist der 50-Jährige kein Unbekannter, seit Januar sitzt er als Chef der Antriebssparte im Vorstand. Ein Knackpunkt in der Neuausrichtung des Konzerns ist die Sparte für Antriebe – intern „Division E“ genannt. Sie gilt in Teilen als nicht wettbewerbsfähig. Dieser Bereich, der nicht nur elektrische, sondern auch hybride Antriebe und Verbrenner umfasst, leidet besonders unter dem verzögerten Anlauf der E-Mobilität sowie unter hohen Kosten und geringen Margen im traditionellen Getriebegeschäft. Weltweit ist in der Division etwa jeder fünfte ZF-Beschäftigte tätig. 2024 wurde hier knapp ein Viertel des Gesamtumsatzes erwirtschaftet. Zuletzt gab es Überlegungen über einen möglichen Verkauf des Bereichs.