München – Praktische Familienautos oder umweltfeindliche Minipanzer? SUVs polarisieren, wie eine neue Yougov-Umfrage im Auftrag der dpa zeigt. 31 Prozent der deutschen Wohnbevölkerung über 18 Jahren sehen die Autos ganz oder eher negativ, ebenfalls 31 Prozent bewerten sie positiv. Besonders beliebt sind sie bei den 18- bis 44-Jährigen – entgegen dem Klischee, dass wegen dem leichten Einstieg vor allem Rentner die hochgebockten Autos fahren.
Trotz aller Ambivalenz haben SUVs einen rasanten Aufstieg hinter sich. 2013, als das KBA erstmals ein eigenes Segment SUV in der Zulassungsstatistik auswies, lag ihr Marktanteil in Deutschland bei 8,3 Prozent. 2019 verdrängten sie die Kompaktklasse mit 21,1 Prozent als beliebtestes Fahrzeugsegment und in den ersten acht Monaten 2025 liegen sie mit 33 Prozent scheinbar uneinholbar vorn. Vor allem unter den E-Autos finden sich viele SUVs.
Der große Platzverbrauch war in Paris einer der Gründe für die nun seit einem Jahr geltenden höheren Parkgebühren für schwere Autos. Inzwischen zahlen sie dort dreimal so viel wie leichte Autos. Auch in Deutschland können sich viele Menschen höhere Gebühren vorstellen: Insgesamt 29 Prozent der Befragten fanden, dass es in allen Städten erhöhte Parkgebühren für SUVs geben sollte, weitere 10 Prozent waren dafür, dies nur in großen Städten einzuführen. Noch einmal 15 Prozent stimmten der Aussage zu, dass dies theoretisch gut wäre, von Stadt zu Stadt aber individuell und moderat geplant werden müsse. DPA