Polen will Nato-Pipeline
Warschau – Die polnische Regierung hat angekündigt, dem bestehenden Pipeline-System der Nato zur Kraftstoffversorgung der Truppen beizutreten. Warschau plane eine „300 Kilometer lange Pipeline“, die von der deutschen Grenze bis zum nordostpolnischen Armeestützpunkt Bydgoszcz, einem Übungsstandort der Nato, reichen soll, sagte Polens stellvertetender Verteidigungsminister Cezary Tomczyk am Freitag. Die polnische Regierung und der nationale Pipelinebetreiber Pern stellten das 4,7 Milliarden Euro teure Projekt gemeinsam vor.
Fregatte F126 auf Prüfstand
Berlin – Das Bundesverteidigungsministerium überprüft aufgrund „massiver Verzögerungen“ den Weiterbau der neuen Fregatten F126. Das gesamte Rüstungsprojekt werde „auf den Prüfstand“ gestellt, sagte ein Sprecher. „Wir untersuchen aktuell, wie es dort mit welchen Wegen weitergehen kann.“ Es werde geprüft, wie das Projekt für eine erfolgreiche Fortführung neu organisiert oder umgestaltet werden kann. Es seien aber noch keine Entscheidungen dazu getroffen worden. Der „Spiegel“ hatte zuvor berichtet, dass das Verteidigungsministerium intern davon ausgehe, dass sich die für Juli 2028 geplante Lieferung der ersten F126-Fregatte um mindestens 40 Monate verzögere.
Keine Lösung für Thyssenkrupp-Stahl
Essen – Aus dem angestrebten Stahl-Joint-Venture zwischen Thyssenkrupp und der EP Group (EPG) des tschechischen Unternehmers Daniel Kretinsky wird nichts. Die Gespräche seien „einvernehmlich“ beendet worden, teilte Thyssenkrupp mit. Die EP Group hielt zuletzt 20 Prozent an Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE), geplant war eine Aufstockung auf 50 Prozent. Hintergrund ist ein nicht-bindendes Angebot der indischen Jindal Steel für TKSE.
Touristenrekord in Spanien
Madrid – So viele Menschen wie nie haben in diesem Sommer in Spanien Urlaub gemacht. Das Nationale Statistik-Institut verzeichnete im Juli und August 22,3 Millionen ausländische Touristen, wie es am Donnerstag mitteilte. Der bisherige Rekord lag bei 21,8 Millionen und stammte aus dem Vorjahr. Die meisten Besucher kommen demnach aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland.
Verdächtiger Tanker wieder freigesetzt
Paris – Ein von der französischen Marine festgehaltener Öltanker, der zur russischen Schattenflotte gehören soll, hat seine Fahrt fortgesetzt. Der chinesische Kapitän und der Steuermann, die sich vorübergehend in Polizeigewahrsam befunden hatten, seien wieder an Bord, hieß es aus unterrichteten Kreisen. Am Donnerstagabend hatte der Tanker „Boracay“ sich wieder in Bewegung gesetzt und befand sich am Freitagmorgen bereits auf der Höhe von La Rochelle, zeigen Datendienste.