Goldpreis erstmals über 4000 US-Dollar

von Redaktion

London/Frankfurt – Nach einem seit Monaten anhaltenden Anstieg hat der Goldpreis erstmals die Marke von 4000 Dollar geknackt. Am Mittwochmorgen lag der Preis pro Unze (31,1 Gramm) des Edelmetalls bei 4000,01 Dollar (rund 3441 Euro) und kletterte zwischenzeitlich auf ein Rekordhoch von 4037,10 Dollar.

Gold gilt bei vielen Anlegern als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Seit Jahresbeginn hat der Goldpreis um mehr als 50 Prozent zugelegt. Auch der Silberpreis lag am Mittwoch nur wenige Dollar unter seinem Rekordhoch.

Die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit, der von US-Präsident Donald Trump ausgelöste Handelskonflikt und geopolitische Krisen haben die Attraktivität von Gold jüngst weiter steigen lassen. Fonds- und Reserveverwalter wünschten sich eine Absicherung gegen „finanzpolitischen Leichtsinn, Geldentwertung und unberechenbare Regierungspolitik“, erklärte Chris Weston, Analyst bei Pepperstone. Der rasante Anstieg des Goldpreises sei durch die steigende Nachfrage börsengehandelter Fonds und Käufe der Zentralbanken – darunter eine hohe Nachfrage aus China – befeuert worden, erklärte Taylor Nugent von der National Australia Bank. Dem Marktanalysten Timo Enden zufolge stahl „das krisenerprobte Edelmetall“ auch dem Bitcoin zumindest kurzfristig die Show.

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