BMW: Erstbetankungen mit synthetischem Benzin

von Redaktion

München – BMW will künftig synthetische Kraftstoffe einsetzen. Neue BMW-Benziner, die in Deutschland vom Band laufen, sollen ab 2028 vor der Auslieferung mit e-Fuels betankt werden, kündigte der Autobauer bei einer Veranstaltung in Berlin an. BMW geht dafür eine Partnerschaft mit der Lother GmBH und der German eFuel One GmbH ein, die den Bau der ersten kommerziellen Produktionsanlage für e-Fuels in Deutschland plant. Der Dax-Konzern sieht den Schritt als Teil seiner Bemühungen, seinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Der synthetische Kraftstoffe spare im Vergleich zu fossilem Benzin 90 Prozent an Kohlendioxid ein, so BMW.

Gleichzeitig will BMW den Hochlauf der Produktion von e-Fuels unterstützen. Ziel der Münchner ist, trotz dem für 2035 geplanten Verbrenner-Verbot in der EU weiter Benziner und Diesel zu verkaufen. BMW fordere eine Revision der C02-Flottenziele sowie eine „neue Fahrzeugkategorie für Fahrzeuge, die ausschließlich mit erneuerbaren Kraftstoffen betankt werden“, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns.

Seit Januar 2025 betankt BMW bereits seine neu ausgelieferten und in Deutschland produzierten Diesel-Fahrzeuge mit dem Biokraftstoff HVO100 des finnischen Herstellers Neste. Die BMW-Motoren würden den Biokraftstoff problemlos vertragen, beteuert der Autobauer. Auch das geplante Erstbetanken der Benziner und Hybriden sei technisch völlig unbedenklich. Im vergangenen Jahr hat BMW in seinen deutschen Werken insgesamt über eine Million Autos produziert, über zwei Drittel davon hatten einen Diesel- oder Benzin-Antrieb. Obwohl das Münchner BMW-Werk ab Ende 2027 nur noch E-Fahrzeuge bauen soll, dürfte die Umstellung also hunderttausende Neufahrzeuge betreffen. HÖSS

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