München – Der Rückversicherer Munich Re profitiert von einer in diesem Jahr bisher vergleichsweise friedlichen Natur. In den ersten drei Quartalen hat der Dax-Konzern netto bereits knapp 5,2 Milliarden Euro Gewinn eingefahren, und damit den größten Teil seines Jahresziels von sechs Milliarden bereits erreicht. Das berichtete Finanzvorstand Christoph Jurecka, der im nächsten Jahr den Vorstandsvorsitz übernehmen wird. Die Wirbelsturmsaison im Nordatlantik und im westlichen Pazifik sei in diesem Jahr ruhiger als erwartet verlaufen. Die Absicherung von Naturkatastrophen ist eines der Hauptgeschäftsfelder des Münchner Konzerns.
Die teuersten Naturkatastrophenschäden gibt es üblicherweise in Nordamerika. Der sehr starke Hurrikan „Melissa“, der Ende Oktober die Karibik traf, ist in den Neun-Monats-Zahlen nicht enthalten.
Die Munich Re erwartet nach Jureckas Worten im Zusammenhang mit dem Sturm für das vierte Quartal Kosten in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe. Das Gewinnziel will der Munich-Re-Vorstand auch kurz vor Jahresende nicht erhöhen. Großschäden könne es immer noch geben.