Ölpreis unter Vorkriegsniveau

von Redaktion

München – Stagnierende Weltwirtschaft, großes Angebot und ein schwacher Dollar: Die Ölpreise sind auf Tauchkurs. Mit rund 61 Dollar pro Barrel (159 Liter) ist der Energieträger günstiger als zu Beginn des Ukraine-Krieges. Angesichts von Zollkriegen und globaler Unsicherheit erwarten Analysten keine nennenswerte Erholung im laufenden Jahr. Analysten verschiedener Banken erwarten ein Niveau von rund 65 Dollar Richtung Jahresende 2026. Für die Erzeuger, allen voran Russland, ist das ungünstig: Sie erlösen deutlich weniger Geld pro Fass. Ein Vergleich: Branchenkennern zufolge wünscht sich Saudi-Arabien einen Preis von 80 Dollar pro Fass. Insbesondere für die russische Föderation sind die niedrigen Preise ein Problem: Zum einen ist der Kreml hochgradig auf die Einnahmen aus dem Ölhandel angewiesen, um seinen Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren. Ausfälle im Ölhandel müssen über Kredite oder Steuererhöhungen ausgeglichen werden. Zumal Russland sein Öl durch die G7-Sanktionen mit zusätzlichen Abschlägen an Länder wie Indien und China verkaufen muss.

Für Deutschland ist das positiv: Immerhin stammt ein Drittel der gesamten in Deutschland verbrauchten Energie aus Erdöl. Ein niedriger Ölpreis wirkt damit inflationsdämpfend. Bereits in den vergangenen Monaten hatten sinkende Energiepreise und die steigende Euro-Kaufkraft gegenüber dem Dollar einen dämpfenden Einfluss auf die Teuerungsraten der Verbraucherpreise. Besonders abhängig von den Ölpreisen sind naturgemäß Heizölkunden. Auch sie spüren nach den Krisenjahren ab 2022 eine deutliche Erleichterung: In München gibt es eine Lieferung von 3000 Litern ab 89 Cent brutto pro Liter. Das zeigen Daten des Vergleichsportals Heizoel24.MAS

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