Hoffnungsschimmer für Export

von Redaktion

Bayerns Außenhandel zieht wieder an – Zuwächse in der EU

Das US-Geschäft wird von Zöllen behindert. © dpa

Fürth – Die Exporte aus Bayern haben im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozent auf 20,6 Milliarden Euro zugelegt – und das, obwohl Schlüsselbranchen wie der Autobau schwächeln und der Handel mit den USA wegen der Zollpolitik von Donald Trump einbrach. So gingen die bayerischen Exporte in die USA im Oktober laut Statistischem Landesamt um 9,9 Prozent zurück, das Minus in den ersten neun Monaten des Jahres lag damit bei 6,6 Prozent. Bayerns Exporte nach China wuchsen im Oktober zwar um 0,5 Prozent, zwischen Januar und Oktober schrumpften sie allerdings um satte 16 Prozent.

Ein hohes Handelsplus von 8,7 Prozent mit den EU-Partnern im Oktober rettete aber die bayerische Exportbilanz. Auch im bisherigen Jahresverlauf steht hier ein Plus von 2,5 Prozent. Und während der Verkauf von Pkw und Maschinen weiter zurückging, wurden vor allem mehr Geräte zur Herstellung und Verteilung von Strom ins Ausland verkauft.

Der Rückgang des US-Handels schmerze weiter sehr, sagt Bertram Brossardt, Chef der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Der Anstieg der Exporte im Oktober mache aber „vorsichtig hoffnungsvoll“. Allerdings habe Bayerns Wirtschaft zuletzt mehrfach einen kleinen Aufschwung erlebt, der dann jedoch leider sehr schnell wieder verpufft sei. HÖSS

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