Hunderte von Fahrgästen sind wegen einer Störung am internationalen Bahnhof St. Pancras in London kurz vor dem Jahreswechsel gestrandet. © Alberto Pezzali, ap, dpa
London/Paris – Chaos im Zugverkehr kurz vor dem Jahreswechsel: Das Bahnunternehmen Eurostar hat nach Problemen mit der Stromversorgung bis auf Weiteres alle Züge zwischen London, Paris, Amsterdam und Brüssel gestrichen. „Es gab ein Problem mit der Stromversorgung des Ärmelkanaltunnels, woraufhin ein Shuttlezug im Tunnel anhielt“, teilte eine Eurostar-Sprecherin mit. Bis das Problem behoben sei, würden alle Fahrten von und nach London ausgesetzt.
Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, dass der Verkehr seiner Züge durch den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal gestört sei, und Reisenden daher geraten, ihre Fahrten zu verschieben. „Bitte kommen Sie nicht zum Bahnhof, wenn Sie noch keine Fahrkarte haben“, erklärte Eurostar auf seiner Webseite. Betroffenen bot das Unternehmen an, ihr Ticket kostenlos umzubuchen oder ihre Reise zu stornieren.
Im vergangenen Jahr war eine Rekordzahl von 19,5 Millionen Fahrgästen mit dem Eurostar gereist – 850 000 mehr Passagiere als 2023. Das Unternehmen sieht sich allerdings wachsendem Wettbewerb gegenüber: In den vergangenen Monaten hatten mehrere Unternehmen Vorhaben verkündet, die den Eurostar-Zügen Konkurrenz machen wollen.