Köln – Arbeitslose ausländische Frauen können wesentlich dazu beitragen, den Fachkräftemangel in Deutschland spürbar zu reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa) am arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft. Die rund 530 000 betroffenen Frauen sollten schnell in den Arbeitsmarkt integriert werden, sagte Studienautorin Lydia Malin. Die Expertin sieht ein großes Potenzial – auch für Engpassberufe wie die Alten-, Gesundheits- und Krankenpflege sowie die Kinderbetreuung. Unternehmen empfiehlt die Studie, ausländische Frauen gezielt anzusprechen und zu fördern. Neben Teilzeit sei es sinnvoll, flexible Regelungen für Arbeitszeit und -ort sowie eine Unterstützung bei der Kinderbetreuung anzubieten. Der Wunsch nach reduzierter Stundenzahl ist unter arbeitslosen Frauen stark ausgeprägt. Etwa ein Drittel strebt dies an – meist wegen familiärer Verpflichtungen. Ausländische Frauen suchen häufig in Berufen mit Fachkräftemangel nach Stellen – oft jedoch nach Tätigkeiten, für die sie formal überqualifiziert sind. Dabei verfügen sie vielfach über eine abgeschlossene berufliche oder akademische Ausbildung. Gründe seien etwa nicht anerkannte Abschlüsse oder die Schwierigkeit, eine Tätigkeit im erlernten Beruf mit Betreuungspflichten zu vereinbaren.