Bayern tauschen noch zehn Millionen D-Mark um

von Redaktion

Viele Scheine kommen mit Botschaften zurück zur Bundesbank, manche mit Liebeserklärungen. © bundesbank

Alte Scheine aus zwei Generationen: Gut 12 Milliarden D-Mark werden immer noch gehortet. © Bernd Wüstneck, dpa

München – Fast ein Vierteljahrhundert nach Einführung des Euro wechseln die Menschen in Bayern noch immer Millionen D-Mark in Euro. 2025 wurden bei den Filialen der Bundesbank im Freistaat 9,63 Millionen Mark für 4,92 Millionen Euro eingetauscht. Bundesweit waren es 53,1 Millionen D-Mark im Gegenwert von gut 27 Millionen Euro.

Häufig tauchen die ausgedienten Scheine und Münzen bei Erbschaften auf oder als Zufallsfund beim Kauf alter Häuser. So reichte im vergangenen Jahr ein Kunde einige fünf D-Mark-Banknoten mit handschriftlichen Botschaften bei der Bundesbank ein. „Für den liebsten Patrick, der mit allen auf den Weihnachtsmarkt fährt. Hab Dich lieb“, ist auf einem der Scheine zu lesen.

Die Bundesbank geht davon aus, dass ein Teil der alten Scheine und Münzen nie mehr auftauchen wird – entweder, weil Sammler sich Bestände gesichert haben, oder weil Fans der einst als starken Währung geschätzten D-Mark Scheine und Münzen ins Ausland geschafft haben.

So sind bundesweit auch 24 Jahre nach Einführung des Euro-Bargelds zum Jahreswechsel 2001/2002 mehr als 162 Millionen D-Mark-Scheine und über 23 Milliarden D-Mark-Münzen nicht zurückgegeben. Gesamtwert: gut 12,1 Milliarden D-Mark (etwa 6,2 Milliarden Euro). Etwas mehr als die Hälfte der noch ausstehenden Summe machen Münzen aus (6,52 Milliarden D-Mark).DPA, MM

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