Tarifverhandlungen bei der Bahn „konstruktiv“

von Redaktion

Berlin – Die erste Gesprächsrunde in der Tarifauseinandersetzung zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Treffen sei konstruktiv und sachlich verlaufen, teilte die Bahn im Anschluss mit. GDL-Chef Mario Reiß sprach von einer professionellen Atmosphäre.

Es seien die Forderungen der GDL sowie ein Fahrplan für die weiteren Runden besprochen worden. Ein Angebot der Bahn gab es wie angekündigt nicht. Das nächste Treffen ist am 22. Januar angesetzt. Die Tarifparteien haben bis Ende Februar Zeit, einen Kompromiss zu finden. Bis dahin gilt eine vorher vereinbarte Friedenspflicht. Ab März sind Streiks möglich.

Die Gewerkschaft fordert insgesamt 8 Prozent mehr Geld. 3,8 Prozent davon sollen über eine Entgelterhöhung erzielt werden. Die weiteren Erhöhungen will die Gewerkschaft über Umstrukturierungen im Tarifsystem erreichen. Konkret geht es dabei etwa um die Einführung einer neuen Tarifstufe. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen. Entscheidend für die Gewerkschaft sei, dass die Bahn die Beschäftigten „gehaltstechnisch wieder in die Mitte der Gesellschaft rückt“, betonte Reiß. Ein „langes, verantwortungsbewusstes Arbeitsleben“ müsse auch „endlich“ zu einer verlässlicheren Alterssicherung führen. Es ist die erste Tarifrunde nach der Ära des früheren GDL-Chefs Claus Weselsky.AFP

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