Wiesbaden – Gestützt von privaten und staatlichen Konsumausgaben ist die deutsche Wirtschaft nach zwei Rezessionsjahren wieder gewachsen – allerdings nur leicht: 2025 legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vorjahresvergleich um preisbereinigt 0,2 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.
Die Exportwirtschaft sei im vergangenen Jahr hingegen schwach geblieben, sagte Brand weiter. Auch das sogenannte Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur und Klimaneutralität habe im vergangenen Jahr „noch keine spürbaren Impulse“ gegeben.
Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung nach einer Stagnation im dritten Quartal zum Jahresende wieder leicht belebt habe. Mit einer „zunehmenden Realisierung der fiskalischen Impulse“ werde nun eine weitere Stabilisierung der konjunkturellen Entwicklung erwartet, die im Jahresverlauf 2026 an Dynamik gewinne. Angesichts eingetrübter Stimmungsindikatoren zeichne sich aber „noch keine breite konjunkturelle Belebung“ ab.
Die Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Helena Melnikov, wertete das „Mini-Wachstum“ 2025 am Donnerstag als „Hoffnungsschimmer, dass wir die Talsohle endlich erreicht haben“.AFP