Drei Fliegen mit einer Klappe – wirtschaftlich, sozial und ökologisch ist das neue Förderprogramm für E-Autos eine gute Sache. Es unterstützt die heimischen Hersteller und ihre Beschäftigten. Es hilft besonders Käufern mit niedrigen und mittleren Einkommen. Und es dürfte dazu beitragen, den klimaschädlichen Kohlendioxid-Ausstoß des Verkehrs zu verringern. Nachteil: Das Programm könnte schnell ausgeschöpft sein.
Was die Bundesregierung da auf den Weg bringt, wird den deutschen und europäischen Fahrzeug-Produzenten unter die Arme greifen. Diese leiden momentan an zu geringem Absatz. Glücklicherweise kommen sie aber auf einen hohen Anteil am wachsenden inländischen Markt der elektrischen Fahrzeuge. Vermutlich werden also vor allem diese Unternehmen dank der finanziellen Zuschüsse mehr E-Autos verkaufen. Sinnvoll erscheint auch die soziale Komponente. Leute mit kleineren Einkommen bekommen eine höhere Förderung als Begütertere.
Und der ökologische Effekt spielt ebenso eine Rolle. Für rein elektrische Pkw gibt es höhere Zuschüsse als beispielsweise für Plug-in-Hybride, die noch gewisse Mengen Kohlendioxid verursachen.
Der Nachteil besteht allerdings darin, dass die E-Auto-Förderung von Anfang an begrenzt ist – auf drei Milliarden Euro, was möglicherweise für etwa 800 000 Fahrzeuge reicht. Wenn viele Leute die Förderung attraktiv finden, könnte sich der Topf schnell leeren. Eine Politik mit langem Atem wäre besser.