Tesla: Modelle S und X weichen Robotern

von Redaktion

Die Roboter namens Optimus gehen heuer in Serie. © Fotos: afp, dpa, Tesla

Die Robotaxis Cybercab ohne Lenkrad und Pedale.

Das 2012 eingeführte Model S war das erste komplett im eigenen Haus entwickelte Fahrzeug von Tesla.

Austin – Nach dem ersten Jahr mit einem Umsatzrückgang schwört Elon Musk Tesla auf eine Zukunft mit Robotern und Robotaxis ein. Die älteren Modelle S und X werden eingestellt, um Kapazitäten für die Roboter-Produktion freizumachen. Sie begründeten einst den Ruf Teslas, wurden zuletzt aber kaum mehr ausgeliefert. In diesem Jahr soll die Fertigung des Robotaxi-Fahrzeugs Cybercab ohne Lenkrad und Pedale beginnen. Davon werde man mit der Zeit vielfach mehr Wagen bauen als von allen anderen Modellen zusammen, so die Hoffnung des Tesla-Chefs.

In den beiden neuen Bereichen trifft Tesla auf starke Rivalen und muss erst noch beweisen, dass die Technologie des Elektroauto-Vorreiters am Markt bestehen kann.

So hat Tesla bisher nur einige fahrerlose Robotaxis in der texanischen Stadt Austin im Einsatz. Sie wurden zuletzt noch von Aufpassern im Beifahrersitz begleitet. Die Google-Schwesterfirma Waymo betreibt unterdessen mehr als 2500 fahrerlose Wagen in mehreren US-Städten und ist auf Expansionskurs.

Für Teslas Roboter mit dem Namen Optimus seien unterdessen nur chinesische Entwickler eine nennenswerte Konkurrenz sagte Musk. Allerdings gibt es auch in den USA Firmen, die bereits ihre Roboter in Fabriken getestet haben – etwa Figure AI im US-Werk von BMW. Tesla will die Optimus-Produktion in diesem Jahr beginnen – und Musk stellte jüngst auch in Aussicht, dass die Roboter bis Ende 2027 „der Öffentlichkeit“ zum Verkauf angeboten werden könnten. Der Tech-Milliardär ist allerdings bekannt dafür, übermäßig ambitionierte Ziele auszugeben und Fristen zu setzen, die er später nicht einhält.

Um Platz für die Roboter-Produktion zu machen, werde im kommenden Quartal die Herstellung der größeren Modelle S und X im Stammwerk Fremont eingestellt, sagte Musk. Besitzer der Wagen würden weiterhin technische Unterstützung bekommen.

Das aktuelle Kerngeschäft von Tesla – der Verkauf von Autos – schrumpft derweil. Die Erlöse fielen 2025 angesichts gesunkener Auslieferungen um rund drei Prozent auf 94,8 Milliarden Dollar. Der Jahresgewinn brach um 46 Prozent auf rund 3,8 Milliarden Dollar ein.

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