Auf Nahost-Reise: Katherina Reiche (CDU), Bundeswirtschaftsministerin, trifft beim Saudi German Business Council Prinz Abdulasis bin Salman Al Saud (r.). © Elisa Schu, dpa
Riad – Deutschland und Saudi-Arabien wollen ihre Energie-Zusammenarbeit ausbauen. So soll über den Hafen Rostock künftig Wasserstoff aus Saudi-Arabien nach Deutschland geliefert werden. Eine entsprechende Absichtserklärung haben das saudi-arabische Unternehmen ACWA Power, der Energieversorger EnBW Baden-Württemberg, der Rostocker Hafen und der Gasimporteur VNG in der Hauptstadt Riad unterzeichnet.
Das Papier wurde im Rahmen der Reise von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) unterzeichnet, anwesend war auch der saudische Energieminister Abdulasis bin Salman. Geplant sind Ammoniak-Lieferungen von der saudischen Hafenstadt Yanbu am Roten Meer nach Rostock.
Für den Transport per Schiff wird der Energieträger Wasserstoff in der Chemikalie Ammoniak gebunden, die sich einfacher verflüssigen, transportieren und lagern lässt als Wasserstoff. In Rostock soll das Ammoniak wieder in Wasserstoff umgewandelt und von dort weitertransportiert werden. Dazu wird ein sogenannter Cracker genutzt, den VNG entwickelt. Daneben wurden zehn Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit zwischen deutschen und saudi-arabischen Unternehmen unterschrieben. Wegen sinkender Ölpreise gebe es ein Defizit im saudischen Staatshaushalt, sagte Reiche. Deshalb wolle das Land sich breiter aufstellen.