Der iX3 kann seinen Akku im Stromnetz vermieten. © Eon
München/Köln – E-Autos gelten als ungehobener Schatz im Stromnetz: So können sie etwa mittags Sonnenstrom aufnehmen und abends abgeben. Das stabilisiert das Stromnetz, schützt das Klima – und ist extrem profitabel.
Das können Privatleute jetzt nutzen: Bis zum Sommer kommen drei E-Autos mit speziellen Tarifen für das bidirektionale Laden auf den Markt. Das Prinzip: Wer sein Auto eine bestimmte Stundenzahl an die heimische Wallbox hängt, bekommt dafür eine saftige Prämie. Die Ladevorgänge steuern die Energieversorger über speziell entwickelte Algorithmen, die den Akku schonen und immer genug Reichweite vorhalten sollen.
Das erste Angebot ist ab jetzt für den BMW iX3 verfügbar. Versorger Eon und Hersteller BMW hatten bereits im September angekündigt, dass das erste Modell der neuen Klasse bidirektional laden kann (wir berichteten). Eon verspricht für die Akku-Miete jährliche Bonuszahlungen im Wert von Ladestrom für 14 000 Kilometer. Damit könnte ein durchschnittlicher Pendler knapp ein Jahr fahren.
Auch der US-Autobauer Ford kündigte gestern ein ähnliches Angebot mit Octopus Energy an. Damit sollen die Modelle Capri und Explorer jährliche Boni im Wert von 16 000 Kilometern Reichweite erhalten. Die Ford-Modelle gehen ab Sommer in den Verkauf, anmelden kann man sich laut Octopus jetzt schon.MAS