Bündeln Kräfte: TUM-Präsident Thomas Hofmann, Landtagsabgeordneter Maximilian Böltl, Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume, Florian Hahn, Staatsminister im Auswärtigen Amt und Eva-Maria Kern, Präsidentin der Bundeswehrhochschule Neubiberg (von links).
Taufkirchen – Die Technische Universität München (TUM) schmiedet eine Allianz mit der Bundeswehr und Industriekonzernen. Ziel ist eine Bündelung von Kompetenzen im Bereich Verteidigung und Raumfahrt. Auf dem Campus in Taufkirchen wurde dazu ein Zusammenschluss mit dem Namen TUM Security and Defense Alliance ins Leben gerufen.
Dem gehören neben der Hochschule und der Universität der Bundeswehr 15 Industriepartner aus den Bereichen Rüstung, Luft- und Raumfahrt sowie Künstliche Intelligenz an. Zu den Partnern zählen etwa die militärische Sparte von Airbus, die Rüstungsunternehmen Helsing und Hensoldt, der Drohnen-Hersteller Quantum-Systems, MTU Aero Engines, Isar Aerospace und der Waffenbauer MBDA Deutschland. Und die Liste für das „Innovations-Ökosystem“ könnte noch länger werden, erklärte TUM-Präsident Thomas Hofmann. Etwa 700 Start-ups gebe es mittlerweile im Verteidigungsbereich.
„Wer den Frieden sichern will, muss ihn verteidigen können. Zu dieser Aussage stehen wir und schaffen mit der TUM Security and Defense Alliance ein Innovationsökosystem für mehr europäische Sicherheit“, sagte Hofmann. Die Allianz solle Spitzenforschung und marktfähige Innovationen „verantwortungsvoll und effizient in einsatzfähige Fähigkeiten überführen, die der Abschreckung, Krisenprävention, Stabilisierung und Friedenssicherung dienen“.
„Die TUM rüstet auf. Mit der Security and Defense Alliance macht sie den Freistaat zur technologischen Kommandozentrale für Europas Sicherheit“, sagte Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU). Die Allianz stärke den Standort Bayern als Zentrum für Sicherheits- und Verteidigungstechnologie. „Wir warten nicht auf andere, sondern nehmen unsere Zukunft selbst in die Hand“, sagte er. „Abschreckung gelingt nicht mit langwierigen Grundsatzdebatten über Zivilklauseln.“
Auch die Präsidentin der Bundeswehrhochschule, Eva-Maria Kern, zeigte sich zuversichtlich: „In der Sicherheitsforschung sind wir seit Jahrzehnten ein etablierter Akteur. Mehr denn je geht es darum, Wissen zur Wirkung zu bringen.“MBE