Allershausen – BMW setzt auf lokale Lieferketten: Die vorproduzierten Achsen für Neuwägen aus dem Münchner Werk kommen bald direkt aus Allershausen (Landkreis Freising). Die Fabrik liegt direkt an der gleichnamigen Autobahnauffahrt, bis in die Landeshauptstadt sind es nur 35 Kilometer.
Gebaut hat das Werk der Autozulieferer Thyssenkrupp Automotive Technology. Nach dem offiziellen Start des Werks am gestrigen Mittwoch beginnen die Lieferungen an BMW im Sommer.
Auf 19 000 Quadratmetern Fläche hat Thyssenkrupp Automotive Technology einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag investiert. Hier werden die Achsen individuell zusammengestellt, wie es sich der BMW-Kunde in der Fahrzeug-Konfiguration auswählte. Bis zu 55 Achsen schafft die Belegschaft pro Stunde.
Die Bedeutung des neuen Werkes im Münchner Umland verdeutlichte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit seinem Besuch zum Start des Werkes. „Erfolgreich ist man nur, wenn man extrem innovativ ist“, betonte Söder. Der Ministerpräsident machte deutlich, dass der Freistaat auch in Zukunft auf die Autoindustrie setzt, „weil es noch etwas dauern wird, bis die U-Bahn auch in das letzte Dorf fährt“.
Volkmar Dinstuhl, Chef des Zulieferers, verband die Werkseröffnung in Allershausen mit einem Bekenntnis an den Standort Deutschland: „Gerade in einem anspruchsvollen Marktumfeld setzen wir mit Innovationen wie in Allershausen ein klares Signal für industrielle Zukunftsfähigkeit und verlässliche industrielle Wertschöpfung in Deutschland und Europa.“ Bei der Auswahl spielte die Nähe und der direkte Weg zum Kunden nach München eine entscheidende Rolle. Der kleine Festakt für die Eröffnung der Produktionsstätte wurde dann auch zeitig wieder beendet, damit schon am Nachmittag der Probebetrieb für die BMW-Achsenproduktion begonnen werden konnte.NB/MM