Will mehr Eigenständigkeit: Wirtschaftsminister Katherina Reiche (CDU) in München. © LaRoccaLoredana
München – Wie kann Europa die Kontrolle über seine Datenströme zurückerlangen? Das war gestern das große Thema auf der 10. Europakonferenz. Gastgeber der Veranstaltung war der Münchner Verschlüsselungs- und Sicherheitsspezialist Giesecke+Devrient. Denn Europa ist hochgradig abhängig von US-amerikanischer Software und Halbleitern aus Asien. Die große Sorge: Der „Killswitch“, also der Knopf, mit dem fremde Mächte die Grundlage der modernen Wirtschaft abschalten könnten. Wie Europa sein Potenzial aus exzellenter Digital-Forschung und 7000 Start-ups in diesem Bereich nutzen kann, haben gestern in München unter anderem folgende Hochkaräter besprochen: Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, Giesecke+Devrient-Chef Ralf Wintergerst und Gerd Chrzanowski, Chef der als Digital-Konzern aufstrebenden Schwarz-Gruppe. Den Grundgedanken formulierte Katherina Reiche: „Wir dürfen nicht nur Mieter unserer digitalen Infrastruktur sein.“MS