Argentinien stimmt für Mercosour
Buenos Aires – Als erstes Land der Mercosur-Staaten hat Argentinien einen ersten Schritt zur Ratifizierung des Handelsabkommen mit der Europäischen Union getan. Mit einer großen Mehrheit von 203 Stimmen billigte die Abgeordnetenkammer das Abkommen in der Nacht auf Freitag. In den kommenden Wochen stimmt nun noch der argentinische Senat darüber ab. Sobald einer der Mercosur-Staaten das Abkommen ratifiziert hat, kann die EU-Kommission den Vertrag vorläufig in Kraft setzen. Die Entscheidung darüber ist nach Kommissionsangaben aber noch nicht gefallen.
Universal kauft Downtown
Brüssel – Die EU-Wettbewerbshüter haben die geplante Übernahme des US-Musikunternehmens Downtown durch die Universal Music Group (UMG) unter Auflagen genehmigt. Ihre Bedingung ist, dass die Downtown-Tochter Curve vollständig veräußert wird. Über Curve werden Lizenzkosten abgerechnet.
EU: Gute Fortschritte bei Australien-Handel
Brüssel – Die EU-Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit Australien sind nach Brüsseler Angaben weiter gut vorangekommen. Die Gespräche von EU-Handelskommissar Maros Sefcovic und Agrarkommissar Christophe Hansen mit dem australischen Handelsminister seien „konstruktiv und positiv“ verlaufen, teilte die Kommission mit. Es seien „gute Fortschritte“ dabei erzielt worden, die Differenzen in einigen noch wenigen offenen Fragen zu überbrücken. Die EU-Kommission will das Abkommen in den kommenden Monaten abschließen.
EU kauft weiter russisches Flüssiggas
Brüssel – Die EU hat im vergangenen Jahr Flüssigerdgas aus Russland im Wert von rund 7,4 Milliarden Euro importiert. Das sind rund 3 Prozent weniger als 2024 (rund 7,6 Milliarden), wie aus Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat hervorgeht. Insgesamt wurde 2025 Flüssigerdgas (LNG; liquefied natural gas) im Wert von rund 46,0 Milliarden Euro importiert. Das meiste – für rund 24,2 Milliarden Euro – kam aus den USA.
Schwäche: Russland senkt Leitzins
Moskau – Angesichts eines langsameren Wirtschaftswachstums hat die russische Zentralbank ihren Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 15,5 Prozent gesenkt. Die Inflation habe sich im Januar zugleich „erheblich beschleunigt“, erklärte die Zentralbank am Freitag und begründete den Anstieg der Verbraucherpreise mit „Einmalfaktoren“, vor allem Steuererhöhungen. Weil die Einnahmen des Kreml durch die westlichen Sanktionen empfindlich eingebrochen sind, hatte der Kreml zum Jahreswechsel mehrere Steuersätze angehoben, darunter die Mehrwertsteuer.