Weleda-Chefin: Kommt nicht auf die Stunden an

von Redaktion

Schwäbisch Gmünd – Die Vorstandsvorsitzende des Naturkosmetikherstellers Weleda, Tina Müller, hat die politische Debatte über eine Verlängerung der Arbeitszeit kritisiert. „Es greift viel zu kurz, Leistung über längere Arbeitszeiten steigern zu wollen“, sagte Müller im Interview mit „t-online“. „Es zählt nicht, wie viele Stunden jemand arbeitet, sondern was am Ende dabei herauskommt.“

Deutschland stehe vor „enormen wirtschaftlichen Herausforderungen“, sagte die Managerin. Gleichwohl sei es aus ihrer Sicht falsch, Produktivität primär über eine höhere Stundenzahl definieren zu wollen. Weleda setze seit Jahren bewusst auf flexible Arbeitsmodelle. Weltweit arbeite rund ein Drittel der Beschäftigten in Teilzeit, viele davon Frauen und Mütter. Gerade diese Modelle hätten das Unternehmen gestärkt, sagte Müller. „Arbeit muss zu den Lebensentwürfen der Menschen passen, damit die Leistung stimmt.“

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