Ministerium: Keine Bedenken wegen Thiel

von Redaktion

Berlin – Das Bundesverteidigungsministerium sieht in der Beteiligung von Peter Thiel am deutschen Rüstungs-Start-up Stark Defence keinen Grund, dem Unternehmen den Auftrag zur Lieferung von Kamikazedrohnen zu verweigern. Das ergibt sich aus einem vertraulichen Informationspapier des Ministeriums, das dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Die beiden Rüstungs-Start-ups Stark Defence aus Berlin und Helsing aus München sollen die Kampfdrohnen liefern. Der Haushaltsausschuss soll nächste Woche über deren Anschaffung entscheiden. Die Verträge umfassen offenbar zunächst Lieferungen im Wert von 536 Millionen Euro, mit der Option für milliardenschwere Folgeaufträge. An Stark Defence ist der US-Milliardär Thiel beteiligt, der als Demokratieskeptiker und einflussreicher Unterstützer von US-Präsident Trump bekannt ist.

In dem Schreiben heißt es, nach Auskunft des Unternehmens sei „Peter Thiel über seine Beteiligungsgesellschaft Thiel Capital einer von vielen Minderheitsaktionären“, dessen Anteile unter 10 Prozent lägen. Er sei „nicht Mitglied des Aufsichtsrats“, es bestünden „keine Kontroll- oder Sonderrechte“. Weiter erklärt das Ministerium: „Würde eine etwaige Beteiligung von Peter Thiel die 10-Prozent-Schwelle überschreiten, würde dies eine Investitionskontrolle auslösen, die der Bundesregierung jederzeit die Möglichkeit eröffnet, diese zu untersagen.“ AFP

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