Bahn: Letzte Tarifrunde vor Ende der Friedenspflicht

von Redaktion

Berlin – Für die Deutsche Bahn und ihre Fahrgäste steht eine entscheidende Woche an: Der Konzern und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) treffen sich zur letzten Tarifrunde vor dem Ende der Friedenspflicht.

Bis Freitag haben beide Seiten Zeit, eine Einigung zu erzielen. Kommt ein Kompromiss zustande, wären es die ersten Tarifverhandlungen seit 2018, in denen die GDL nicht den bundesweiten Bahnverkehr mit Arbeitskämpfen stilllegt.

Es ist bereits die fünfte Verhandlungsrunde in der laufenden Tarifauseinandersetzung. Der Tarifvertrag ist Ende Dezember ausgelaufen. Bis einschließlich Februar gilt eine Friedenspflicht, während der die GDL nicht zu Streiks oder Warnstreiks aufrufen kann. Entsprechend geräuschlos verliefen die Verhandlungen bislang, auch wenn GDL-Chef Mario Reiß zuletzt das jüngste Angebot der Bahn abgelehnt und einen Abbruch der Gespräche nicht ausgeschlossen hat.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem 8 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten. Die Deutsche Bahn hat in der vergangenen Runde ein erstes Angebot vorgelegt. Insgesamt sieht es eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 3,8 Prozent in zwei Schritten vor. Über Anpassungen im Tarifsystem sollen die Gehälter zudem um weitere 2,2 Prozent steigen. Deutliche Differenzen gibt es bei der Laufzeit. Die Arbeitgeberseite dringt auf 30 Monate, die GDL hält an 12 Monaten fest.

Am Ende des vorigen Treffens äußerten sich beide Seiten aber zuversichtlich, in dieser Verhandlungsrunde eine Lösung zu finden. Die Fahrgäste dürfen also hoffen.

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