Warnung vor neuem Inflationsschock
Brüssel – EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis hat für den Fall eines längeren Kriegs im Nahen Osten vor einem „Inflationsschock“ für die europäische Wirtschaft gewarnt. „Höhere Energiepreise würden sich dann auf die allgemeine Inflation ausweiten“, sagte Dombrovskis am Rande eines Treffens der EU-Finanzminister in Brüssel. Die Öl- und Gaspreise sind seit Beginn des Iran-Krieges deutlich gestiegen.
Bundeskanzler besorgt wegen Energiepreisen
Berlin – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist nach eigenen Worten „besorgt“ wegen der steigenden Energiepreise infolge des Iran-Kriegs. Er wisse, dass dies möglicherweise durchschlagen könne auf „die Konjunktur in Deutschland“, sagte Merz. „Und deswegen tun wir alles, um auch in der Energiepolitik unsere Unabhängigkeit zu erhöhen und durch ein verbessertes Angebot in der längeren Perspektive die Energiepreise zu senken.“
Tui bringt 600 Urlauber zurück nach Europa
Hannover – Der Reisekonzern Tui hat wegen des Iran-Kriegs weitere rund 600 Pauschalreisende zurück nach Europa gebracht. Wie Tui mitteilte, flogen am Sonntag 300 Urlauber von den Malediven mit der konzerneigenen Tui Airline nach Manchester. Darunter seien auch deutsche Reisende gewesen. Weitere 300 Urlauber flogen in zwei Maschinen der Tui Airline von Al Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit einem Zwischenstopp im griechischen Heraklion nach Hannover und Manchester.
Gabler gut an der Börse gestartet
Frankfurt – Der Marine- und Meerestechnikspezialist Gabler ist erfolgreich an die Börse gegangen. Nach einem Start zu 47,20 Euro kletterten die Aktien langsam über die 48 Euro. Wie das Unternehmen aus Lübeck zuvor mitteilte, erwartet Gabler einen Nettoemissionserlös von rund 40 Millionen Euro aus den neuen Aktien. Insgesamt seien rund 3,02 Millionen Aktien platziert worden. Eigner ist die Possehl-Gruppe, die nach dem Börsengang mindestens eine Minderheitsbeteiligung an der Gesellschaft halten will.
Offene Immobilienfonds nicht ohne Risiken
Frankfurt – Die Finanzaufsicht Bafin sieht Risiken für Privatanleger bei offenen Immobilienfonds. Das seien „legitime Produkte“, sagte Bafin-Chef Mark Branson der „SZ“. Allerdings müssten sie fair verkauft werden. „Beratung ist nicht immer Beratung, oft ist es vertriebsgetriebener Verkauf“, so Branson. Lange galten offene Immobilienfonds als stabile Anlagen. Dabei besteht die Gefahr, dass Fonds schließen müssen: Zuletzt verweigerten zwei kleinere Immobilienfonds die Rücknahme von Anteilen. In solchen Fällen bleibt Anlegern nur, abzuwarten oder ihre Anteile an der Börse zu verkaufen. Dabei drohen aber Verluste.