Neue Angriffswellen: Angst vor Energiekrise

von Redaktion

Der zerstörte Benzintank nahe der Ölraffinerie Shahran im Norden Teherans gleicht einem Sinnbild für die Angst in Asien und Europa vor Engpässen bei Energielieferungen. © afp

Teheran/Tel Aviv – Nach der Ernennung von Mojtaba Chamenei zum neuen obersten Führer im Iran geht der Krieg zwischen der Islamischen Republik und Israel mit unverminderter Härte weiter.

Bei einem neuen iranischen Raketenangriff auf Israel wurden nach Angaben von Sanitätern zwei Menschen auf einer Baustelle getötet. Es habe auch an anderen Orten im Großraum Tel Aviv Einschläge gegeben. Israel warf dem Iran vor, bei seinen Angriffen erneut Streumunition einzusetzen.

Die iranische Hauptstadt Teheran wurde ebenfalls erneut Ziel einer Angriffswelle. Die israelische Armee teilte mit, sie habe die Infrastruktur der iranischen Führung attackiert. Auch ein Drohnenhauptquartier der Revolutionsgarden sei zerstört worden. Infolge der Angriffe im Iran haben die Behörden seit Kriegsbeginn mindestens 1200 Tote gemeldet.

Seit Ausbruch der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah sind im Libanon laut Behörden fast 500 Menschen getötet worden. Libanons Präsident Joseph Aoun schlägt angesichts der zugespitzten Lage nun direkte Verhandlungen mit Israel vor.

Ebenso gingen die iranischen Angriffe in den Golfstaaten weiter. Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate teilten mit, mehrere Raketen abgefangen zu haben.

Am Abend erklärte US-Präsident Donald Trump, er halte den Krieg für „so gut wie beendet“. Über den Iran sagte er: „Militärisch gesehen haben sie nichts mehr übrig.“

Die globalen Energiemärkte werden durch den Krieg im Nahen Osten durcheinandergewirbelt. Die Preise für Rohöl und Gas gingen durch die Decke (siehe unten). Mit Blick auf die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus sagte Trump, sie sei derzeit offen und werde befahren. Er denke aber darüber nach, sie zu „übernehmen“.

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