Schub für Rheinmetall

von Redaktion

Düsseldorf – Der Iran-Krieg lässt die Nachfrage nach Flugabwehr-Geschützen von Rheinmetall nach oben schnellen. „Die Telefone standen übers Wochenende nicht still, man will unsere Systeme“, sagte Konzernchef Armin Papperger.

Rheinmetall-Flugabwehrgeschütze würden dort schon jetzt eingesetzt, sie hätten in dem jetzigen Konflikt bereits weit über 100 Drohnen abgeschossen, so der Manager. Künftig sollen mehr Flugabwehrsysteme geliefert werden. Die Rheinmetall-Kunden hätten gemerkt, „wie effektiv und kostengünstig das ist“. Der Iran setzt im Krieg mit den USA massenhaft Drohnen ein, um US-Stützpunkte in der Region sowie Israel und arabische Staaten anzugreifen. Nach Darstellung von Papperger wird Rheinmetall auch von der steigenden Nachfrage nach Missiles (Raketen) profitieren.

Rheinmetall will heuer noch stärker wachsen: Der Umsatz soll um 40 bis 45 Prozent steigen. Im vergangenen Jahr waren die Erlöse um 29 Prozent auf rund 9,9 Milliarden Euro nach oben geklettert. Der Wachstumskurs ist teilweise auch auf Zukäufe zurückzuführen.

Das operative Ergebnis kletterte 2025 um 33 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro an, das Ergebnis nach Steuern lag mit 0,8 Milliarden Euro allerdings nur 3 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt, der aktuelle Auftragswert liegt bei 63,8 Milliarden Euro – so viel wie noch nie.

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