R-Pharm Germany ist insolvent
Illertissen – Die deutsche Tochter des russischen Medikamentenherstellers R-Pharm hat Insolvenz angemeldet. Hauptgrund sind nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Markus Fröhlich die im Zuge des Ukraine-Kriegs verhängten Sanktionen der EU und die russischen Gegenmaßnahmen. Die in Illertissen im bayerischen Teil des Allgäu ansässige R-Pharm Germany hat 300 Mitarbeiter. Fröhlich hofft auf einen Investor, der das Unternehmen übernehmen könnte.
Commerzbank irritiert über Unicredit-Angebot
Frankfurt – Das angekündigte Übernahmeangebot der italienischen Großbank Unicredit sorgt bei Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp für Irritation. „Ich verstehe es nicht“, sagte Orlopp auf einer Finanzkonferenz der US-Bank Morgan Stanley. Das Vorgehen der Unicredit fühle sich für sie nach einem „taktischen Manöver“ an. Dies begründete Orlopp unter anderem damit, dass der von der Unicredit gebotene Aufschlag nur gering sei. Es habe keine Vorwarnung oder vorherige Kontaktaufnahme seitens der Unicredit gegeben.
Deutsche Bank nimmt die Kunden gern
Frankfurt – Die Deutsche Bank wird nach Einschätzung von Vorstandschef Christian Sewing vom Übernahmekampf um die Commerzbank profitieren. Sein Haus stehe bereit, neue Kunden an Bord zu nehmen, sagte Sewing. Die Deutsche Bank denke in Szenarien und habe das Übernahmeringen einkalkuliert. Sie sei für weiteres Wachstum aufgestellt, sehe Potenzial in Deutschland und sei Marktführer in vielen Segmenten. „Wie immer es ausgehen wird, ich denke, dass wir in jedem Fall profitieren werden“, sagte Sewing.
Erwartungen der Experten brechen ein
Mannheim – Bei Finanzexperten wachsen die Sorgen, dass der Krieg im Nahen Osten die erwartete Erholung der deutschen Wirtschaft verzögert. Die ZEW-Konjunkturerwartungen brachen im März um 58,8 Punkte zum Vormonat auf minus 0,5 Punkte ein, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung gestern mitteilte.