Die Spitzenverdiener im Dax

von Redaktion

Stuttgart – Die 40 größten börsennotierten Konzerne in Deutschland haben 2025 so wenig Gewinn und Umsatz erzielt wie seit 2021 nicht mehr. Der Gesamtumsatz aller Unternehmen im Deutschen Aktienindex (Dax) sei um 0,6 Prozent und der Gewinn gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent gesunken, teilte das Beratungsunternehmen EY am Freitag mit. Die Umsatzentwicklung in Nordamerika war demnach mit vier Prozent „stark rückläufig“. Noch deutlicher schrumpften die Umsätze in Asien mit einem Minus von neun Prozent. In Europa hingegen erwirtschafteten die Dax-Unternehmen ein Umsatzplus von drei Prozent.

Zudem war 2025 nicht für alle Konzerne ein „Krisenjahr“, wie EY ausführte. „53 Prozent der Unternehmen verzeichneten eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr, bei vier Unternehmen erhöhten sich die Umsätze sogar um mehr als zehn Prozent.“ Auch die Gewinnentwicklung war der Analyse zufolge uneinheitlich. Während die Finanzbranche zusammen einen Rekordgewinn von 46,4 Milliarden Euro einfuhr, sei der Gewinn der übrigen Unternehmen insgesamt um elf Prozent zurückgegangen, besonders stark traf es die Autobranche.

Rückläufig war demnach auch die Entwicklung bei der Zahl der Beschäftigten. Sie sei um knapp ein Prozent auf 3,95 Millionen geschrumpft, erklärte die Unternehmensberatung. Im Vergleich zum Vorjahr seien damit von den Dax-Konzernen „weltweit rund 32.000 Stellen abgebaut“ worden. „Insgesamt fällt die Bilanz des vergangenen Jahres äußerst bescheiden aus“, erklärte EY-Chef Henrik Ahlers.

Trotz Krise und Jobabbau war es für die meisten Dax-Chefs ein gutes Jahr. Laut einer Auswertung der Agentur Reuters bekamen nur sechs von ihnen weniger Geld, 26 dagegen teils deutlich mehr. Fünf kamen erst im Jahresverlauf ins Amt. Topverdiener war SAP-Chef Christian Klein mit 16,42 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2024, als er 19 Millionen Euro verdiente, musste er aber Abstriche machen. Ihm folgt auf Platz zwei Christian Sewing, Vorstandschef der Deutschen Bank. 2024 hatte er 6,1 Millionen Euro erhalten, 2025 kam er dank Langfrist-Boni auf 15,69 Millionen Euro. Auf Platz drei landet Siemens-Vorstand Roland Busch mit einem Gehalt von 12,33 Millionen Euro, etwa drei Millionen mehr als 2024.AFP/ABM

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