Stellantis ruft 700.000 Autos zurück
Rüsselsheim – Der Autokonzern Stellantis muss weltweit rund 700.000 Fahrzeuge der Marken Peugeot, Citroën, Fiat, Jeep und Alfa Romeo wegen möglicher Brandgefahr zurückrufen. Stellantis bestätigte, dass weltweit 36 Vorfälle, davon zwölf Brände, in Verbindung mit dem Problem aufgetreten seien. Die meisten der Fahrzeuge wurden in Frankreich zugelassen. Mehr als 50.000 entfallen auf Deutschland. Betroffen sind kleine Hybridautos, bei denen der Verbrennungsmotor und der Elektromotor zu nahe beieinander verbaut sind. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann ein Kontakt einen Funken und im schlimmsten Fall einen Brand verursachen. Stellantis zufolge lässt sich das Problem durch den Einbau einer größeren Schutzkappe beheben.
Rohstoffe für Plastik und Folien werden knapp
Frankfurt – Die Hersteller von Kunststoffverpackungen und Folien klagen über historische Engpässe bei erdölbasierten Rohstoffen infolge des Irankriegs. Die Unternehmen seien mit massiven Problemen bei der Beschaffung konfrontiert, teilt der Branchenverband mit. Im Verein mit großen Preisanstiegen seien Versorgungssicherheit und Lieferfähigkeit der mittelständischen Betriebe massiv gefährdet.
33,4 Milliarden für Atommüll-Endlager
Paris – Das in Frankreich geplante Endlager für radioaktiven Atommüll wird deutlich teurer als geplant. Der Staat schätzt die Gesamtkosten auf rund 33,4 Milliarden Euro,. Vor zehn Jahren hatten die Behörden die Kosten auf 25 Milliarden Euro geschätzt. Der seit 1991 geplante Bau des Endlagers, das etwa 150 Kilometer von Saarbrücken entfernt in einer schwach besiedelten Region entstehen soll, ist heftig umstritten. Es sieht die Einlagerung von Atommüll in einem Tunnelsystem 500 Meter unter der Erdoberfläche in einer Tonschicht vor.
Chemiewerk Leuna und 436 Jobs gerettet
Berlin – Die drohende Stilllegung des Chemiewerks Domo Caproleuna ist abgewendet. Das Werk wurde an eine neu gegründete Auffanggesellschaft übertragen, wie Insolvenzverwalter Lucas Flöther mitteilte. Die Erwerbergesellschaft übernimmt den Angaben zufolge den Standort und die Immobilie in Leuna sowie 436 der zuletzt rund 500 Beschäftigten.
Bund investiert in Seltene Erden
Alice Springs – Deutschland beteiligt sich über seinen Rohstofffonds an einem Projekt zur Förderung sogenannter Seltener Erden in Australien. In einer Mine nördlich von Alice Springs sollen die Metalle Neodym und Praseodym gewonnen werden, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Der deutsche Fonds investiert 50 Millionen Euro in das Nolans-Projekt des Unternehmens Arafura Rare Earths.