Teurer Sprit: Panikkäufe und Proteste in Irland

von Redaktion

Lkw-Fahrer und Spediteure blockieren seit Tagen immer wieder wichtige Durchfahrtsstraßen, wie hier die O´Connell Street in Dublin. © Paul Faith/AFP

In Irland mündet der Unmut über die hohen Preise für Benzin, Diesel und Co. seit Tagen in Protestaktionen – auch Treibstoffdepots werden blockiert. Dadurch wächst die Sorge vor massiven Auswirkungen. Die Interessenvertretung der irischen Treibstoffbranche, Fuels for Ireland, teilte dem Sender RTÉ zufolge mit, dass der Treibstoff bereits an 100 Tankstellen im Land ausgegangen sei.

Seit Dienstag kommt es in Irland zu zahlreichen koordinierten Protestaktionen, darunter Autokorsos auf Autobahnen und Blockaden von verkehrsreichen Straßen wie der O‘Connell Street in Dublin. Lkw und Traktoren blockieren zudem mehrere Treibstoffdepots, darunter auch die wichtige Raffinerie Whitegate in Cork. Auch der Zugang zu mehreren Häfen ist eingeschränkt. Die Proteste sorgen in der Politik für Unmut, auch die irische Armee wurde bereits hinzugezogen.

Laut „Fuels for Ireland“-Geschäftsführer Kevin McPartlan kommt es bereits zu Panikkäufen an Tankstellen. Der Nationalen Notfallkoordinierungsgruppe (NECG) zufolge ist die Treibstoffversorgung weiter „robust und widerstandsfähig“, allerdings gefährde die Blockade von wichtigen Straßen die Versorgung des Agrarsektors mit lebenswichtigen Materialien. Auch Rettungsdienste könnten durch fehlenden Treibstoff in Bedrängnis geraten.AFP

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