Iberia stellt Flüge nach Kuba ein
Havanna – Die spanische Fluggesellschaft Iberia stellt ihre Flugverbindungen nach Kuba vorerst ein. Der Flugbetrieb werde „vorübergehend von Juni bis Ende Oktober ausgesetzt“, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag. In Kuba gebe es „zahlreiche Versorgungsprobleme“, zudem sei auch die Nachfrage für Flüge auf die Karibikinsel zurückgegangen. Falls sich die Lage bis dahin gebessert habe, könnten die Flüge im November wieder aufgenommen werden.
Rheinmetall baut künftig Ballistik-Raketen
Düsseldorf – Der Rüstungskonzern Rheinmetall expandiert und will künftig auch ballistische Raketen bauen. Das Unternehmen kündigte am Montag die Gründung eines Joint Ventures mit dem europäischen Raketenbauer Destinus mit Sitz in den Niederlanden an. „Dieses wird fortschrittliche Raketensysteme herstellen, vermarkten und liefern. Dazu gehören Marschflugkörper und ballistische Raketenartillerie“, erklärte Rheinmetall.
Bau: Vorzug für Recycling-Stoffe
Berlin – Bei Bauvorhaben des Bundes sollen nach dem Willen von Umweltminister Carsten Schneider künftig recycelte Baustoffe Vorrang haben. Das gelte auch für die Bahn oder die Autobahngesellschaft, die in den nächsten Jahren viele Milliarden Euro verbauen würden, sagte der SPD-Politiker. Diese „Bevorzugungspflicht für Sekundärrohstoffe“ sei allerdings noch nicht Konsens in der Bundesregierung, räumte Schneider ein. „Ich arbeite daran.“
Zollbelastung im Maschinenbau steigt
Frankfurt – Anfang April in Kraft getretene Änderungen bei den US-Zöllen auf Metallimporte aus der EU helfen den deutschen Maschinenbauern nach Angaben des Branchenverbandes VDMA nicht. „Die Neuregelung der US-Stahl- und Aluminiumzölle führt für viele Maschinenbaufirmen zu höheren Belastungen“, erklärte Verbandschef Thilo Brodtmann. Laut einer VDMA-Umfrage sei die durchschnittliche Zollbelastung seit dem 6. April für betroffene Unternehmen von 21 auf 26 Prozent gestiegen.
Datenschutz steht Handel im Wege
Berlin – Der deutsche Handel sieht Datenschutzvorgaben als großes Hindernis bei der Bekämpfung von Ladendiebstahl. Die Lösung sehen viele Handelsunternehmen im Einsatz von Videoüberwachung und KI-gestützten Analysen. „Aber sie treffen bei deren Nutzung auf rechtliche Hürden“, monieren die Unternehmensvertreter bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer. Ein zentrales Problem sei die europäische Datenschutzgrundverordnung, die unter anderem eine maximale Speicherdauer von Aufzeichnungen von 72 Stunden vorschreibt. Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz sei rechtlich begrenzt.