Volkswagen verkauft weniger

von Redaktion

Wolfsburg – Der VW-Konzern leidet weiter unter schwachen Verkaufszahlen vor allem in China und den USA. Weltweit drückte das die Zahl der Auslieferungen im Konzern in den Monaten Januar bis März auf nur noch 2,05 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken, 4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie VW mitteilte. „Der weltweite Automobilmarkt ging bis Ende März insgesamt zurück“, sagte Audi-Vertriebsvorstand Marco Schubert, der das Ressort auch im Gesamtkonzern betreut. „Die Volkswagen Group hat ihren globalen Marktanteil dennoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weitgehend stabil gehalten.“ In China, wo Volkswagen mit einem schrumpfenden Markt und lokaler Konkurrenz zu kämpfen hat, wurden in dem Quartal noch 548.700 Fahrzeuge übergeben, fast 15 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. In Nordamerika, wo Europas Autobauer unter den neuen Zöllen von Präsident Donald Trump leiden, sackte die Zahl der Auslieferungen um mehr als 13 Prozent auf noch 205.500 Fahrzeuge ab. In den USA lag das Minus sogar bei 20,5 Prozent.

In China gab es dennoch einen Überraschungserfolg: In den ersten drei Monaten stieg die Marke VW inklusive Jetta dort wieder zum Marktführer auf. Das lag vor allem an Änderungen der E-Auto-Förderung, unter denen einheimische Elektro-Marken litten. VW dagegen konnte dank seines starken Verbrenner-Geschäfts seinen Marktanteil wieder etwas ausbauen. Die Wolfsburger gehen aber nicht davon aus, dass das bis Jahresende so bleiben wird.

In Deutschland und auch in ganz Europa legte der größte Autobauer des Kontinents dagegen zu. In Westeuropa wurden fast 850.000 Autos ausgeliefert, 4,2 Prozent mehr als vor einem Jahr, in Osteuropa waren es sogar 135.000, ein Plus von 7,6 Prozent. In Deutschland lag der Zuwachs bei 4,8 Prozent.

Am Freitag hatte der Konzern angekündigt, die Produktion des E-Autos ID.4 in den USA einzustellen. Stattdessen sollen in den Vereinigten Staaten mehr Verbrenner-SUVs vom Typ Atlas gebaut werden.

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