München – Auch bei BMW sinken die Absätze. Der Konzern hat inklusive Mini und Rolls-Royce im ersten Quartal des Jahres 565.748 Autos verkauft. Das sind 3,6 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Schuld war unter anderem ein Absatzrückgang von satten zehn Prozent in China. In Deutschland stiegen die Verkäufe dagegen um 10,7 und in Europa um drei Prozent. Bei der Kernmarke BMW lag das Minus bei 4,6 Prozent, bei Mini gab es dagegen ein Plus von 5,9 Prozent.
Nach Jahren vieler erfolgreicher Quartale gab es auch bei der E-Mobilität einen Dämpfer: Hier brachen die Verkäufe im ersten Quartal um 20 Prozent ein. Allerdings ist fraglich, wie aussagekräftig die Zahl ist. Der Einbruch könnte auch mit dem Markthochlauf der Neuen Klasse zu tun haben: Erst im März wurden in Europa das erste Fahrzeug der Neuen Klasse ausgeliefert, der iX3. Im Sommer startet dann die Produktion der i3-Limousine, in den USA und China kommen die neuen Modelle dann erst in der zweiten Jahreshälfte zu den Händlern. Möglicherweise halten sich die Kunden mit dem Kauf elektrischer BMW zurück, bis die neuen Modelle verfügbar sind.
Dafür sprechen auch die Vorbestellungen reiner E-Autos bei den Münchnern, die 40 Prozent höher liegen als vor einem Jahr. „Mit deutlich mehr als 50.000 Auftragseingängen seit Bestellstart in Europa übertrifft das Kundeninteresse für den BMW iX3 unsere hohen Erwartungen“, sagte BMW-Vertriebschef Jochen Goller. Auch für den gerade erst vorgestellten i3 gebe es ein „ausgesprochen positives Feedback“.
Trotz kleinem Minus steht BMW im Vergleich mit der deutschen Konkurrenz noch relativ gut da. Am Montag hatten bereits VW und die Tochter Audi ihre Absatzzahlen für die ersten drei Monate des Jahres veröffentlicht, vergangene Woche Mercedes und Porsche. Bei Volkswagen stand dabei konzernweit ein Minus von vier Prozent auf noch 2,05 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken. Mercedes-Benz verkaufte im ersten Quartal 499.700 Pkw und Vans, was einem Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht.