München – Die Deutsche Bahn (DB) hat sich nach jahrelangem Rechtsstreit mit dem Lkw-Hersteller MAN wegen dessen Beteiligung am sogenannten Lkw-Kartell auf eine Schadenersatzzahlung geeinigt. „Die Parteien haben Vertraulichkeit über die Höhe der Vergleichssumme vereinbart“, erklärte die DB am Freitag. Zu der „guten Lösung für beide Seiten“ sei es nach „intensiven Verhandlungen“ gekommen, erklärte der zuständige DB-Vorstand Martin Seiler. Das Lkw-Kartell war 2011 aufgeflogen. Die Hersteller Daimler, MAN, Volvo/Renault sowie Iveco und DAF hatten jahrelang Preise untereinander abgesprochen und Mehrkosten im Zusammenhang mit der Einhaltung strengerer Emissionsvorschriften in abgestimmter Form an ihre Kunden weitergegeben. Die EU-Kommission brummte vier Herstellern später Milliardenstrafen auf. Die VW-Tochter MAN blieb als Kronzeugin verschont.