Frisches Geld gibt Galeria Hoffnung

von Redaktion

München – Die Warenhauskette erhält einen neuen Kredit von ihrem Minderheitsgesellschafter Bain Capital, wie das Unternehmen bestätigte. Die Zwischenfinanzierung soll dabei helfen, die angespannte finanzielle Situation zu überbrücken. Galeria erhält nach eigenen Angaben zehn Millionen Euro. „Die Liquiditätslage zeigt harte Schwankungen“, sagte Geschäftsführer Tilo Hellenbock. Er zeigte sei jedoch zuversichtlich, dass sich die Lage wieder stabilisieren werde.

Mehrere Vermieter von Galeria beklagten kürzlich, dass die Mietzahlungen für April ausgeblieben seien. Das Warenhausunternehmen räumte nun ein, Vermieter der 83 Filialen um eine Stundung gebeten zu haben. Dies sei jedoch nicht von allen Vermietern akzeptiert worden. Laut Galeria wurden die Mietzahlungen in den Verhandlungen in einigen Fällen zunächst gestoppt, sollen aber nachgeholt werden. Einige Vermieter, die eine Stundung akzeptiert haben, erhielten die Miete im Herbst, zuzüglich Zinsen.

Galeria räumte dabei ein, dass weitere Filialschließungen möglich sind. „Sollte es nicht gelingen, eine für beide Seiten tragfähige Lösung zu erreichen, die allen Parteien eine langfristige Zukunft eröffnet, besteht auch die Möglichkeit von Schließungen“, teilte das Unternehmen mit. Für diesen Fall sollten vorsorglich schon Verhandlungen über einen Interessensausgleich und einen Sozialplan aufgenommen werden. Betroffen sind die Warenhäuser in München (Rotkreuzplatz), Berlin (Kurfürstendamm, Hermannplatz), Köln (Hohe Straße, Breite Straße), Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg.

Galeria betreibt 83 Filialen und beschäftigt rund 12.000 Menschen. Anfang 2024 hatte die Kette erneut Insolvenz anmelden müssen. Daraufhin wurden neun Häuser geschlossen. Anschließend wurde Galeria von der US-Investmentgesellschaft NRDC und dem Unternehmer Bernd Beetz übernommen. Beide zusammen halten 90 Prozent der Anteile.

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