Deutsche Militärausgaben steigen um 24 Prozent

von Redaktion

Stockholm – Deutschlands Rüstungsausgaben sind im vergangenen Jahr um mehr als ein Fünftel in die Höhe geschnellt. Sie erhöhten sich um 24 Prozent auf 97 Milliarden Euro, wie aus einem Bericht des Internationalen Stockholmer Friedensforschungsinstituts (Sipri) hervorgeht. Deutschland hatte damit 2025 die viertgrößten Militärausgaben der Welt. Global betrachtet stiegen die Ausgaben für Verteidigung im vergangenen Jahr um 2,9 Prozent auf knapp 2,89 Billionen Dollar (2,46 Billionen Euro). Hauptgrund für den weltweiten Anstieg war Sipri zufolge ein Plus von 14 Prozent bei den Militärausgaben in Europa. Die europäischen Nato-Staaten verzeichneten das größte jährliche Ausgabenwachstum in Mittel- und Westeuropa seit dem Ende des Kalten Krieges.

In Deutschland war es das dritte Jahr in Folge mit einem zweistelligen prozentualen Anstieg der Militärausgaben. Deutschland habe im vergangenen Jahr 2,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Verteidigung ausgegeben und damit erstmals seit 1990 die Zwei-Prozent-Marke überschritten, hieß es in dem Bericht. Bis 2029 will die Bundesrepublik bereits 3,5 Prozent des BIP für Verteidigung ausgeben.AFP

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