BMW-Gewinn schrumpft um 23 Prozent

von Redaktion

München – Im letzten Quartal unter seinem scheidenden Chef Oliver Zipse hat BMW erneut einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Unter dem Strich verdienten die Münchner von Januar bis März knapp 1,67 Milliarden Euro. Das sind rund 23 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Ganz fair ist der Vergleich mit dem Vorjahresquartal allerdings nicht. Damals hatten die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle noch nicht gegolten. Sie werden BMW auch im laufenden Geschäftsjahr belasten, erwartet der Konzern – wenn auch etwas weniger als im Gesamtjahr 2025.

Wie im Gesamtjahr 2025 konnten die Münchner auch im ersten Quartal höhere Gewinne als Erzrivale Mercedes und der sehr viel größere VW-Konzern einfahren. Die Schwaben verbuchten von Januar bis März unter dem Strich 1,43 Milliarden, die Wolfsburger 1,56 Milliarden Euro.

Auch der Umsatz schrumpfte: um 8,1 Prozent auf 31 Milliarden Euro. Schuld sind unter anderem Währungseffekte, außerdem sank der Absatz um 3,5 Prozent auf 565.780 Autos. Hier machte sich die Schwäche in China bemerkbar, unter der derzeit alle deutschen Hersteller leiden. Gute Geschäfte in Europa konnten dies nicht ausgleichen. Positiv sieht man bei BMW allerdings aktuell sehr starke Bestellungen in Europa wegen des Produktionsstarts der Neuen Klasse. „Nie zuvor haben wir in Europa so viele Auftragseingänge erzielt wie in den ersten drei Monaten des Jahres“, so Konzernchef Zipse.

Zipse ist noch bis zur BMW-Hauptversammlung am 13. Mai Konzernchef. Am 14. Mai übernimmt sein designierter Nachfolger Milan Nedeljkovic. Bislang ist er Produktionsvorstand, ein Amt das auch Zipse vor seinem Aufstieg an die Unternehmensspitze bekleidet hatte.DPA

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