Batteriespeicher von Eco Stor bei Bollingstedt in Schleswig-Holstein. © afp/Getty Images
Kirchheim bei München – Der Energiespezialist Eco Stor warnt vor einem Stopp beim Bau großer Batteriespeicher. Für Großbatterien brauche es „klare Regeln“ und keine „regulatorische Vollbremsung“, teilte das Unternehmen gestern mit und verwies auf eine bei Neon Neue Energieökonomik in Auftrag gegebene Studie. Eco Stor aus Kirchheim im Landkreis München baut und betreibt aktuell die größten Batteriespeicher in Deutschland.
Die Firma warnte vor ungerechtfertigten Markteingriffen. „Ohne abgestimmtes Gesamtkonzept droht ein regulatorischer Flickenteppich aus Netzentgelten, Anschlussauflagen und Betriebseinschränkungen, der Investitionen massiv erschwert und die Energiewende verteuert“, erklärte Anselm Eicke, Mitautor der Studie. Die Idee ist, dass Großbatterien an sonnen- oder windreichen Tagen überschüssigen Strom speichern und ihn bei Flaute oder in der Nacht wieder abgeben.
Die Studie könne man als Kritik an der Politik von Bundeswirtschaftsministerin Katerina Reiche (CDU) verstehen, bestätigte ein Firmensprecher auf Anfrage. „Die Maßnahmen, die derzeit aus Berlin kommen, erwecken den Eindruck, dass sie den Hochlauf von Batteriegroßspeichern eher behindern sollen“, sagte er. Ministerin Reiche will die Stabilität des Stromnetzes mit zusätzlichen Gaskraftwerken erreichen.SH