Strengere Regeln gegen Stahl-Importe
Straßburg – Das Europäische Parlament hat schärfere Regeln zum Schutz der Stahlindustrie vor billiger Konkurrenz aus Ländern wie China beschlossen. Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte in Straßburg dafür, dass deutlich weniger Stahl zollfrei in die EU eingeführt werden darf und darüber hinausgehende Importe mit einem höheren Strafzoll als bisher belegt werden.
ZF baut E-Motoren weiter in Bayern
Schweinfurth – Der Autozulieferer ZF baut auch künftig mit E-Motoren und Wechselrichtern Schlüsselkomponenten für die E-Mobilität selbst. Der Vorstand des Konzerns habe sich gegen externe Zukäufe entschieden und habe damit eine entsprechende Empfehlung einer Sonderprüfung bestätigt. Die Prüfung sei der Frage nachgegangen, ob eine Eigenfertigung langfristig wettbewerbsfähig bleibt oder ein externer Zukauf wirtschaftlicher wäre. Die Gewerkschaft IG Metall begrüßte den Schritt. „Das hat positive Auswirkungen auf die bayerischen Standorte in Schweinfurt und Auerbach in der Oberpfalz.“
Subventionen für Bauern
Straßburg – Angesichts hoher Düngerpreise infolge des Iran-Kriegs will die EU-Kommission zusätzliche Hilfen an Bauern zahlen und so Ernteausfälle und höhere Lebensmittelpreise abwenden. EU-Agrarkommissar Christophe Hansen versprach am Dienstag in Straßburg „gezielte Ausnahmehilfen“ aus einer Notfallreserve der europäischen Agrargelder. In den kommenden Wochen will die Kommission ein zusätzliches Hilfspaket aus dem übrigen EU-Haushalt vorschlagen.
Brorhilker: Steuerbetrug an Börsen geht weiter
Frankfurt – Die frühere Oberstaatsanwältin Anne Brorhilker glaubt, dass Steuerhinterziehung mit komplexen Finanzgeschäften auch Jahre nach der Hochphase von Cum-Ex-Aktiendeals verbreitet ist. Die Justiz in Deutschland habe nicht die Kapazitäten, um den Börsenhandel komplett zu kontrollieren, sagte Brorhilker im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten.
Mehr alte Schienen der Bahn reaktiviert
Berlin – Die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken nimmt nach Einschätzung des Verkehrsbündnisses Allianz Pro Schiene wieder Fahrt auf. Im vergangenen Jahr seien 22 Kilometer wieder in Betrieb genommen worden, dieses Jahr sei mindestens mit einer Verdopplung dieser Zahl zu rechnen, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz Pro Schiene. Die stillgelegten Bahnstrecken sind oft nur wenige Kilometer lang – doch durch ihre Reaktivierung bekämen vor Ort tausende Menschen wieder Zugang zum Schienennetz. Langfristig geht es um 300 Kilometer Gleis, die wieder in Betrieb genommen werden könnten.