New York – 2026 könnte zum Rekordjahr für hochfliegende Börsengänge werden: Neben den auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierten US-Unternehmen OpenAI und Anthropic strebt auch Elon Musks Raumfahrtfirma SpaceX den Gang aufs Parkett an – wenn auch mit Milliardenverlusten.
Laut dem von der US-Börsenaufsicht SEC veröffentlichten Börsenprospekt des Konzerns erzielte SpaceX im vergangenen Jahr einen Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar (umgerechnet knapp 16,1 Milliarden Euro) und damit weniger als beispielsweise die Dax-Unternehmen Heidelberg Materials oder Adidas. Zugleich verbuchte SpaceX angesichts massiver Investitionen in Künstliche Intelligenz und in die Entwicklung von Raketen der nächsten Generation einen operativen Verlust von 2,6 Milliarden Dollar.
Erstmals in der 24-jährigen Geschichte des Unternehmens wurden damit detaillierte Finanzdaten veröffentlicht. Sie offenbaren zudem, dass das Geschäft mit dem Satellitennetzwerk Starlink, über das SpaceX insbesondere Internetdienste anbietet, bislang für den Löwenanteil des Umsatzes steht: 2025 waren es 11,4 Milliarden Dollar – fast 50 Prozent mehr als im Vorjahr.
Mit dem Börsengang will SpaceX nach Medienberichten rund 75 Milliarden Dollar einsammeln und eine Bewertung von bis zu 1,75 Billionen Dollar erreichen. Es wäre der mit Abstand größte Börsengang, den es je gab. Musk will auch nach dem Börsengang die Macht behalten: Er will künftig rund 85 Prozent der Stimmrechte kontrollieren und 42 Prozent des Aktienkapitals halten.
Im Börsenprospekt skizziert wird zudem der ehrgeizige Fahrplan für den Bau von Rechenzentren im Weltraum. Bereits 2028 soll mit dem Einsatz entsprechender Satelliten begonnen werden, um langfristig 100 Gigawatt Rechenkapazität pro Jahr in die Umlaufbahn zu bringen.