München – Deutschland hat bei der Forschung zu Windkraftanlagen seine starke Position ausgebaut: 2025 hatten Firmen mit Sitz in der Bundesrepublik 149 entsprechende Patente in Deutschland angemeldet, berichtete das Deutsche Patent- und Markenamt gestern. Das sei ein Anstieg von 24 Prozent. Deutschland ist damit die globale Nummer 2 hinter Dänemark, von wo 162 Patente angemeldet wurden. Damit kamen 27 Prozent aller Windkraft-Patente aus Deutschland. Bei Windkraft ist Zentraleuropa weltweit führend: Aus Spanien kamen 47 Patente, aus China 29 und aus den USA 25. Die Gesamtzahl der Windkraft-Patentanmeldungen wuchs nur um 5,6 Prozent. Deutsche Firmen konnten ihren Marktanteil damit ausbauen.
Bei der Solartechnik meldeten die Patentschützer die entgegengesetzte Richtung: Auch hier ist Deutschland mit 149 Patenten die Nummer 2, doch das sind 19 Prozent weniger, als noch 2024. China hatte dagegen um 19 Prozent zugelegt und sich mit 162 Patenten zumindest zahlenmäßig die Führung gesichert. Weitere wichtige Anmelder waren die USA (73 Patente) und Frankreich (54).
Eine untergeordnete Rolle spielt Europa bei der Batterieforschung: Südkorea hat die Zahl seiner Anmeldungen um 33 Prozent auf 2419 gesteigert. Auch China legte kräftig zu, um 11 Prozent auf 1749 Patente. Auch japanische Forscher waren mit 1445 Anmeldungen stark vertreten. Aus Deutschland kamen nur 1445 Anmeldungen, dafür war das Wachstum mit 28 Prozent besonders stark.
Über alle Technologien hinweg sieht das Patentamt einen Trend zu heimischer Forschung: Die Zahl der Anmeldungen aus dem Ausland wuchs um 2,8 Prozent, die aus dem Inland um 5,6 Prozent.MAS