Das tägliche Glas Milch ist aus der Mode gekommen.
Tarifeinigung bei der Telekom
Bonn – Nach mehreren Warnstreiks gibt es bei der Deutschen Telekom eine Tarifeinigung für rund 60.000 Beschäftigte. Das zusätzliche Monatsentgelt für Vollzeitkräfte solle zum 1. August um 150 Euro auf dann 340 Euro erhöht werden, teilten beide Seiten mit. Zum 1. Juli kommenden Jahres werde es eine weitere Erhöhung um 140 Euro geben. Für Mitte 2028 dann wurde eine Steigerung der Tabellenentgelte in Höhe von 2,4 Prozent vereinbart.
Infineon bestückt KI-Rechenzentren
Neubiberg – Der Chip-Konzern Infineon hängt sich an den Erfolg des Branchenführers Nvidia: Die Neubiberger liefern Komponenten, die mit der Nvidia-MGX-Architektur und einer 800-Volt-Gleichstrom-Verteilung kompatibel sind. Der Bedarf ist groß: Weil KI-Recheneinheiten deutlich mehr Strom brauchen als konventionelle Einheiten, reicht die Strom- und Kühlungsinfrastruktur vieler Rechenzentren nicht mehr aus. Nvidia bietet mit MGX ein modulares System, mit dem man bestehende Rechenzentren stückweise auf KI-Chips umrüsten kann. Dadurch muss man nicht auf einen Neubau warten. Die Nvidia-Anlage wird über 800-Volt-Gleichspannungskabel versorgt. Durch die hohe Spannung entstehen weniger Leitungsverluste und Hitze im System. Der bestehende Netzanschluss – ein Flaschenhals für neue Rechenzentren auf der ganzen Welt – kann damit mehr Rechenleistung versorgen. Infineon liefert hocheffiziente Leistungswandler, die den Stromfluss in diesem System steuern.
Weniger Milch, dafür mehr Käse
Berlin – Die Menschen in Deutschland trinken sehr viel weniger Milch als noch vor 30 Jahren – dafür essen sie mehr Käse und Joghurt. Das „tägliche Glas Milch“ sei aus der Mode gekommen, erklärte das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL). Der Pro-Kopf-Verbrauch von Konsummilch sank demnach von rund 62 Kilogramm im Jahr 1995 auf ein „Rekordtief“ von 45,1 Kilogramm – der Käsekonsum nahm in dem Zeitraum um sechs Kilo zu.
Sonderkonjunktur für die Chemieindustrie
Frankfurt – Der Iran-Krieg beschert der deutschen Chemieindustrie eine Sonderkonjunktur. Sie profitiert von Hamsterkäufen, da Industriekunden wegen der gesperrten Straße von Hormus Lieferengpässe fürchten. Im ersten Quartal stiegen Produktion und Umsatz in der Chemie um je 2 Prozent zum Schlussquartal 2025.