Elektrischer Polo kommt aus Spanien

von Redaktion

Im Werk der spanischen VW-Tochter Seat ist die Produktion des neuen vollelektrischen ID. Polo angelaufen. © Jdpa

Martorell – Mit dem ID. Polo und Cupra Raval will VW das Segment erschwinglicher E-Autos erobern. Jetzt startet die Produktion der Hoffnungsträger – aber nicht in Deutschland, sondern im Werk der spanischen VW-Tochter Seat in Martorell.

Die Produktion des Polo und dessen Schwestermodell Cupra Raval ist dort gestern angelaufen. Zwei weitere Modelle von VW und Skoda sollen im nordspanischen Pamplona folgen. Einstiegspreis für den günstigsten ID. Polo: knapp unter 25.000 Euro. Der Cupra, der kurz vorher auf den Markt kommt, liegt 1000 Euro darüber.

VW setzt große Hoffnung auf die neuen Modelle. „Mit dieser neuen Fahrzeugfamilie greifen wir an in einer der volumenstärksten Fahrzeugklassen der Elektro-Mobilität, mit großem Wachstumspotenzial“, sagte Konzernchef Oliver Blume bereits im September auf der IAA in München.

Der Markt für vollelektrische Kleinwagen in Europa werde nach 2030 rund viermal so groß sein wie jetzt. Das solle auch dem Volkswagen-Konzern Schub geben. „Jedes Jahr wollen wir mehrere hunderttausend Autos dieser Modellreihe verkaufen.“

■ 25 Prozent E-Autos

Tatsächlich haben die hohen Spritpreise und die staatliche Kaufprämie bereits für einen kräftigen Anstieg der Neuzulassungen von Elektroautos gesorgt: Sie legten im Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39,3 Prozent auf knapp 60.000 zu, wie das Kraftfahrt-Bundesamt berichtete. Insgesamt blieben die Neuzulassungen demnach stabil – es waren 239.448 und damit 0,1 Prozent mehr. Der E-Auto-Anteil an den Neuzulassungen stieg auf 25 Prozent – im Mai 2025 waren es noch 18 Prozent gewesen.

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