Berlin – Das Heizen mit einer Gas- oder Ölheizung wird nach einer Berechnung der gemeinnützigen Energieberatung CO2online deutlich teurer als mit klimafreundlichen Alternativen wie Wärmepumpen. Über einen Zeitraum von 20 Jahren entstünden „Mehrkosten von bis zu 42.000 Euro“, teilte CO2online am Mittwoch mit. Die Gründe dafür sind demnach steigende CO2-Preise, höhere Netzkosten sowie die vorgeschriebenen Beimischungen im Rahmen der sogenannten Biotreppe.
„Zu oft liegt bei der Heizungswahl der Fokus auf den Anschaffungskosten“, erklärte die Geschäftsführerin von CO2online, Tanja Loitz. Entscheidender seien jedoch die Gesamtkosten über die Lebensdauer, fügte sie hinzu.
Nach der aktuellen Heizkostenprognose der Energieberatung fallen mit Blick auf die langfristigen Heizkosten bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe zwischen 2026 und 2045 rund 24.500 Euro an. Eine Gasheizung verursache im selben Zeitraum dagegen rund 55.600 Euro, „eine Ölheizung sogar rund 67.200 Euro Heizkosten“, erklärte der Verband.
„Unsere Berechnung zeigt, dass fossile Heizungen für Haushalte zur Kostenfalle werden“, warnte Loitz. Davor schütze auch die sogenannte Biotreppe nicht. Diese sieht den aktuellen Regierungsplänen zufolge vor, dass neu eingebaute Öl- und Gasheizungen ab 2029 stufenweise mit einem wachsenden Anteil biogener Brennstoffe betrieben werden. Nach Angaben von CO2online verteuern die vorgesehenen Beimischungen das fossile Heizen gar, „da Brennstoffe, wie Biomethan, Wasserstoff und Bio-Heizöl, teuer und nur begrenzt verfügbar sind“.
Für die Berechnung legte die Energieberatung die Entwicklung der Heizkosten für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern Wohnfläche auf Basis des aktuellen Heizspiegels zugrunde.