Heidelberg – Fast jeder vierte Bankkunde zahlt mindestens 100 Euro pro Jahr für das Girokonto. Das geht aus einer Umfrage des Vergleichsportals Verivox hervor. Besonders tief in die Taschen müssen Kunden der Sparkassen greifen. Dort zahlt mehr als jeder Dritte (34 Prozent) jährlich einen dreistelligen Betrag für sein Girokonto. Bei Genossenschaftsbanken wie Volks- und Raiffeisenbanken liegt dieser Anteil bei fast 26 Prozent. Über ein komplett kostenfreies Konto verfügt insgesamt knapp ein Fünftel (18 Prozent) aller Befragten. Viele Direktbanken bieten kostenfreie Girokonten an. Manche Anbieter verlangen aber dafür einen monatlichen Mindesteingang an Geldern. Zudem haben sie keine Filialen, die Kunden bei Fragen oder Problemen aufsuchen können. „Nach wie vor betreiben die Sparkassen ein dichtes Filialnetz, das weit in den ländlichen Raum hineinreicht“, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. „Das ist teuer, bietet Verbrauchern, denen eine persönliche Vor-Ort-Beratung wichtig ist, aber auch einen Mehrwert.“DPA