IN KÜRZE

von Redaktion

Mercedes will mehr in Rüstung investieren

Stuttgart – Der Autobauer Mercedes-Benz sieht weiteres Potenzial für Spezialfahrzeuge im Sicherheits- und Verteidigungsbereich. Produktionsvorstand Michael Schiebe sagte laut Mitteilung in Stuttgart: „Der Anteil von Fahrzeugen und Fahrgestellen für Sicherheits-, Rettungs- und Verteidigungszwecke liegt aktuell noch unter einem Prozent unseres Gesamtabsatzes.“ Man sehe hier jedoch ein strategisches Entwicklungsfeld, sagte er. Mercedes-Benz produziert seit über 45 Jahren entsprechende modifizierte Fahrzeuge.

Jet-Entwickler: „Dürfen keine Zeit verlieren“

München – Deutsche Rüstungsfirmen fordern nach dem Aus des deutsch-französischen FCAS-Projekts Tempo bei der möglichen Entwicklung eines alternativen Jets. „Wir dürfen keine Zeit verlieren, müssen von deutscher Seite Verantwortung übernehmen sowie Handlungsfähigkeit zeigen und den Weg zu einem luftgestützten vernetzten Waffensystem mit einem starken Führungsanspruch konsequent weiter beschreiten“, heißt es in einem strategischen Positionspapier der Unternehmen, das im Rahmen der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin veröffentlicht wurde. Nach dem Aus des gemeinsamen französisch-deutschen Kampfflugzeug-Projekts FCAS stehen acht Rüstungsunternehmen für die Entwicklung eines neuen Kampfflugzeugs bereit. Als „Team Gen 6“ wollen die Rüstungssparte von Airbus, MTU, Hensoldt, MBDA, Autoflug, Diehl Defence, Liebherr, sowie Rohde und Schwarz ein neues Kampfflugzeug bauen.

In einer Pressemitteilung betonten die Unternehmen zudem ihren Willen zur multinationalen Zusammenarbeit. „Eng verzahnt mit den deutschen Partnern formiert sich auch die spanische Industrie mit den Unternehmen Indra, Airbus Defence and Space, Grupo Oesia, GMV, ITP und Sener“, hieß es in der Mitteilung.

FCAS steht für „Future Combat Air System“. Deutschland und Frankreich hatten das Projekt 2017 vereinbart. Die Unternehmen Dassault und Airbus konnten sich aber nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verkündeten daher das Ende des milliardenschweren Projekts. Am Mittwoch betonte Merz auf der ILA, dass ein Teil von FCAS weitergeführt werde – die sogenannte Combat Cloud, über die Waffensysteme vernetzt werden sollen. Der gemeinsame Kampfjet sollte eigentlich in Deutschland den Eurofighter und in Frankreich die Rafale-Jets ablösen.

Wie es nun weitergeht, ist noch offen. Als wahrscheinlichste Möglichkeit gilt, dass Airbus und seine sieben Kooperationspartner zusammen mit der spanischen Allianz eine Zusammenarbeit mit dem schwedischen Hersteller Saab Gripen anstreben.

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